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Fehlzeiten minimieren: So reduzieren Sie den Krankenstand Ihrer Belegschaft

Die Fehlzeiten in deutschen Unternehmen sind dramatisch gestiegen: Laut Bundesministerium für Gesundheit haben sich im Jahr 2022 Beschäftigte in Deutschland deutlich häufiger krankgemeldet als im Vorjahr.

Um mit den Fehlzeiten Ihrer Belegschaft systematisch umzugehen, bietet sich ein professionelles Fehlzeitenmanagement an.

Wie Sie die Fehlzeiten in Ihrem Unternehmen minimieren und sich mit einem professionellem Fehlzeitenmanagement Transparenz über die Krankenstände Ihrer Mitarbeitenden verschaffen können, erfahren Sie in diesem Blogartikel.
Um die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden darüber hinaus langfristig zu erhalten, zeigen wir Ihnen, was Sie bei Akutfällen tun können und mit welchen Mitteln Sie gesundheitsfördernde Maßnahmen treffen.

 

Schaffen Sie Transparenz durch eine Fehlzeitenanalyse

Als professionelles Fehlzeitenmanagement bezeichnet man Maßnahmen gegen hohe Fehlzeiten von Mitarbeitenden. Mit einem Fehlzeitenmanagement reduzieren Sie die Fehlzeiten in Ihrem Unternehmen und steigern zudem die Leistungsbereitschaft sowie die Leistungsfähigkeit Ihrer Beschäftigten nachhaltig.

Die Grundlage für ein professionelles Fehlzeitenmanagement ist die Fehlzeitenanalyse. Um herauszufinden, in welchem Maße ein Unternehmen von Krankheit betroffen ist, wird anhand der Kenngröße „Krankenstand“ ausgedrückt. Der Krankenstand gibt an, wie viel Prozent der Beschäftigten an einem Kalendertag durchschnittlich arbeitsunfähig erkrankt waren.

Dabei sind Kurz- und Langzeiterkrankung innerhalb und außerhalb der Lohnfortzahlung zu unterscheiden:

  • Kurzzeiterkrankung: 1 bis 3 Tage
  • Krankenstand innerhalb der Lohnfortzahlung: 1. bis 42. Tag
  • Langzeiterkrankung außerhalb der Lohnfortzahlung: ab dem 43. Tag

Nachfolgende Formel können Sie nutzen, um eine quantitative Fehlzeitenanalyse durchzuführen:

Zahl der Krankentage x 100 dividiert durch die summierten Soll-Arbeitstage

Um die Fehlzeiten Ihrer Belegschaft im Blick zu behalten, ist es sinnvoll, ein Meldesystem für Fehlzeiten einzuführen. In solch einem System können Fehlzeiten überwacht und Gründe für häufige Fehlzeiten erfasst werden.

 

Bieten Sie arbeitsmedizinische Vorsorgen an

Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge geht es im Wesentlichen um die Vermeidung von längeren Fehlzeiten durch Erkrankungen und um die Früherkennung von sich entwickelnden Berufskrankheiten bei Ihrer Belegschaft. Mit der arbeitsmedizinischen Vorsorge erfüllen Sie nicht nur eine wichtige Unternehmerpflicht, sondern leisten einen effektiven Beitrag zur Gesunderhaltung Ihrer Mitarbeitenden – dem Rückgrat eines gesunden Unternehmens.

Über die Prävention von Berufskrankheiten hinaus können Sie im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge auch andere berufsbedingte Erkrankungen sowie allgemeine gesundheitliche Probleme thematisieren. Im Mittelpunkt steht hierbei das offene Betriebsarzt-Probanden-Gespräch im vertraulichen Rahmen – bei Bedarf und auf Wunsch des Probanden auch eine zielgerichtete körperliche und apparative Untersuchung.

Im Allgemeinen dient die arbeitsmedizinische Vorsorge als persönliche Schutzmaßnahme. Eine vollständige Vermeidung von Gefährdungen ist manchmal nicht möglich. In einem präventiven Ansatz und abhängig von seinen individuellen Risiken werden Ihre Beschäftigten durch die Vorsorge umfassend unterstützt. Dadurch können eventuelle berufsbedingte
Erkrankungen früh erkannt werden.

Nachfolgend finden Sie Beispiele wichtiger arbeitsmedizinischer Vorsorgen:

  •  Lärm (ehemals G 20)
    Eine wichtige arbeitsmedizinische Vorsorge umfasst die Lärmbelastung am Arbeitsplatz. Um Schädigungen am Gehör vorzubeugen, wird bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge „Lärm“ die Funktionstüchtigkeit des Ohrs untersucht.
  • Tätigkeiten an Bildschirmgeräten (ehemals G 37)
    Die arbeitsmedizinische Vorsorge „Tätigkeiten an Bildschirmgeräten“ ist speziell darauf ausgelegt, Beschwerden wie Verspannungen und möglichen Erkrankungen vorzubeugen. Die Vorsorge beinhaltet zum einen eine spezielle Augenuntersuchung, die sich auf die Sehaufgaben bei der Nutzung von Bildschirmgeräten bezieht. Zum anderen ist die Beurteilung von ergonomischen Gegebenheiten am Arbeitsplatz ein wichtiger Teil der Vorsorge.
  • Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (ehemals G 42)
    Die Pflichtvorsorge für „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“ gilt für Unternehmen und bei Berufen mit hohem Infektionsrisiko – beispielsweise medizinischen Fachkräften in der Pflege, in Arztpraxen und Krankenhäusern, Erzieherinnen, Beschäftigte bei der Müllabfuhr und Mitarbeiter im Garten- und Landschaftsbau und vielen anderen Branchen. Als Vorsorgemaßnahme führt ein Betriebsarzt regelmäßige Beratungen und Maßnahmen (z. B. Schutzimpfungen für bestimmte Berufsgruppen) durch, um alle Kolleginnen und Kollegen bestmöglich vor Infektionskrankheiten zu schützen.

Treffen Sie gesundheitsfördernde Maßnahmen

Um die Fehlzeiten Ihrer Beschäftigten zu reduzieren und die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden zu stärken, sind gesundheitsfördernde Maßnahmen notwendig. Zur Gesundheitsförderung gehört alles, was Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessert:

  •  Ergonomischer Arbeitsplatz
    Die häufigste Ursache für Fehlzeiten sind Erkrankungen am Muskel- und Skelettsystem, welche häufig durch eine falsche Körperhaltung ausgelöst werden. Eine Basis für gutes und gesundes Arbeiten ist ein ergonomischer Arbeitsplatz: Durch eine optimale Einstellung von Bildschirm, höhenverstellbaren Tischen und Stühlen können Muskelverspannungen vorgebeugt werden. Rückengerechte Hebe- und Tragetechniken sowie das Erlernen einfacher Kräftigungs- und Entspannungsübungen tragen zu einem ergonomischen Arbeitsplatz bei.
  • „Bewegte Pause“
    Durch regelmäßige Pausen steigert sich nicht nur das persönliche Wohl und die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern auch deren Effizienz, Konzentration und Kreativität. Noch besser wirken regelmäßige Pausen, wenn man sie in Bewegung verbringt. Besonders förderlich sind dafür auch spezielle Übungen nach den Prinzipien eines Faszientrainings mit Therabändern. Bei diesen Übungen geht es vor allem um das Dehnen der Sehnen und Bänder, ohne dass es dabei schweißtreibend ist – deswegen sind solche Übungen auch hervorragend im Anzug oder Kostüm durchführbar.
  • Gesundheitstag
    Durch die Veranstaltung eines Gesundheitstages in Ihrem Unternehmen haben Ihre Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich durch Vorträge, Informationsstände oder praktische Leistungen über Gesundheitsthemen und ihren eigenen Gesundheitsstatus zu informieren – beispielsweise durch Blutzucker-Schnelltests oder Vitaminchecks.
  • Ausgewogene Ernährung im Arbeitsalltag
    Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz ist gar nicht so einfach. Doch um nicht von Leistungstiefs und Müdigkeitsattacken am Nachmittag geplagt zu werden, ist es umso wichtiger, auch am Arbeitsplatz auf ausgewogene Mahlzeiten und ausreichend Flüssigkeit zu setzen. Ein guter Anfang wäre es, den kostenlosen Obst- und Gemüsekorb für Ihre Mitarbeitenden wieder einzuführen und ihn in Ihrem Unternehmen bereitzustellen. Außerdem ist eine Fach-Information über gesunde Ernährung am Arbeitsplatz oder auf Geschäftsreisen für die Beschäftigten eine sehr gute Unterstützung und Erinnerung.
  • Umgang mit Stress
    Für die meisten Menschen ist Stress ein täglicher Begleiter geworden. Kaum jemand kann sich den steigenden Herausforderungen des Alltags entziehen. Nicht die Herausforderung, die auf den Menschen einwirkt, sondern wie man mit ihr umgeht, ist für einen nachhaltigen Schutz der Gesundheit maßgeblich. Die Beantwortung der folgenden Fragen kann dabei hilfreich sein:

    • Was stresst mich und wie bewerte ich das?
    • Wie schaffe einen Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung?
    • Wo sind die persönlichen Oasen im Alltag?
    • Wie kann ich meine eigenen Ressourcen und persönliche Stabilität stärken?


Fazit

Die Gesundheit Ihrer Beschäftigten ist eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Denn gesunde Mitarbeiter sind motivierter, leisten mehr und haben weniger Fehltage.
Um Fehlzeiten Ihrer Beschäftigten zu minimieren, bietet sich ein professionelles Fehlzeitenmanagement an. Grundlage dafür ist die Fehlzeitenanalyse, mit der Sie zunächst einmal einen Einblick in den aktuellen Krankenstand Ihrer Mitarbeiter bekommen. Durch das zusätzliche Angebot von arbeitsmedizinischen Vorsorgen und gesundheitsfördernden Maßnahmen in Ihrem Unternehmen, können Sie Erkrankungen Ihrer Mitarbeitenden vorbeugen und den Krankenstand Ihrer Belegschaft reduzieren.

 

 

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