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Zu wenige Gefährdungsbeurteilungen für psychische Belastungen

10. Feb 2017 | Arbeitssicherheit, Betriebsarzt erklärt

Nur ein Viertel aller Gefährdungsbeurteilungen in deutschen Unternehmen bezieht psychische Belastungen ein – obwohl der Gesetzgeber dies schon seit Langem fordert. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung „Arbeit und Gesundheit im betrieblichen Kontext“, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt hat.
Gerade in der digitalen Arbeitswelt ist es aber nach Einschätzung des WSI entscheidend, psychische Belastungen zu erkennen und zu reduzieren. Ganzheitliche Gefährdungsbeurteilungen seien hierbei der wichtigste Ansatzpunkt.

Verantwortungsdruck und Angst

Wie groß der Bedarf ist, zeigt die Untersuchung des WSI ebenfalls. Für die Untersuchung hat es mehr als 2.000 deutsche Betriebsräte befragt. Rund 60 Prozent von ihnen gaben an, dass die von ihnen vertretenen Belegschaften massiv unter Zeitdruck und hoher Arbeitsintensität leiden. Von hohem „Verantwortungsdruck“ berichteten 44 Prozent, von regelmäßigen störenden Unterbrechungen der Arbeit 27 Prozent und von mangelnder Planbarkeit der Arbeitszeiten 23 Prozent. In einem Fünftel der Firmen grassiert die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Die Befunde sind branchenübergreifend und repräsentativ für Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten und Arbeitnehmervertretung.
In 77 Prozent der vom WSI befragten Betriebe haben Termindruck und hohe Arbeitsintensität nach Angabe der Betriebsräte in der jüngeren Vergangenheit zu mehr gesundheitlichen Beschwerden bei Beschäftigten geführt. In jedem zweiten Unternehmen ist die Zahl der Überstunden gestiegen. In rund drei Vierteln der Betriebe ist Stress ein Thema auf Betriebsversammlungen oder Gegenstand von Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretung und Geschäftsführung.

Drastische Belastung bei Erziehungs- und Gesundheitsberufen

Dabei kommt die Zunahme des Arbeitsdrucks laut WSI nicht von ungefähr: In jedem zweiten Betrieb gab es in den zwölf Monaten vor der Befragung Umstrukturierungen, über ein Viertel hat mit Personalabbau zu kämpfen. Hier ist der Stresspegel deutlich überdurchschnittlich. Doch auch in vielen anderen Betrieben ist die Personalausstattung nach Einschätzung der Befragten zu gering. 74 Prozent der Betriebsräte sehen sich mit dem Problem konfrontiert. Besonders drastisch ist dies in Erziehungs- und Gesundheitsberufen sowie im öffentlichen Dienstleistungssektor generell.

Entlastung für Mitarbeiter und Unternehmen

Die WENZA EWIV unterstützt Unternehmen dabei, psychische Belastungen zu erkennen, zu beurteilen und zu verringern. Unsere Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie unsere Betriebsärzte

  • führen ganzheitliche Gefährdungsbeurteilungen durch und
  • benennen geeignete Maßnahmen, um die Arbeit besser zu gestalten.

So können Unternehmen ihre Mitarbeiter entlasten und auf diese Weise den Krankenstand und die Mitarbeiter-Fluktuation verringern. Sprechen Sie uns an!
Hier gelangen Sie zur Untersuchung „Arbeit und Gesundheit im betrieblichen Kontext“.

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