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Telearbeit und mobile Arbeit – Was ist was?

11. Nov 2020 | Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft rät

Die Corona-Infektionszahlen steigen und damit kehren viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurück ins Homeoffice. Im Arbeitsschutz gibt es hierfür die Begriffe Telearbeit oder mobiles Arbeiten. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Arbeitsformen mit rechtlichen und organisatorischen Unterschieden. Die Protekto erklärt, was die einzelnen Modelle ausmacht und worauf Unternehmen hinsichtlich des Arbeitsschutzes achten müssen.

Telearbeit

Unter Telearbeit versteht man einen vertraglich geregelten und dauerhaft eingerichteten Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters. Telearbeit ist in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) rechtlich definiert und somit allgemein zulässig. Laut § 2 Abs.7 ArbStättV sind Telearbeitsplätze von Arbeitgebenden fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten mit einer vertraglich geregelten, wöchentlichen Arbeitszeit. Für die Telearbeit gelten somit zahlreiche arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen: Zum einen müssen die Richtlinien der Arbeitsstättenverordnung eingehalten werden. Zum anderen sollten die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich eine ausführliche Unterweisung erhalten.

Mobiles Arbeiten

Mobiles Arbeiten bedeutet grundsätzlich, dass Mitarbeitende während ihrer Arbeit an keinen festen Standort gebunden sind. Dabei können sie teils von zu Hause, teils im Büro oder teils bei Kundinnen und Kunden arbeiten. Wichtig ist, dass die Mitarbeitenden mittels Kommunikationstechnik wie Laptop, Smartphone oder Tablet ihre Arbeit unabhängig von festen Arbeitsplätzen und Arbeitszeiten verrichten können. Ein wichtiger Unterschied zur Telearbeit ist hierbei: Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen muss nicht von den Arbeitgebenden überprüft werden. Trotzdem sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Beispiel im Sinne der Prävention von Rückenleiden darauf achten, dass ihr Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet ist.

Und was ist mit dem Homeoffice? 

Das Homeoffice meint zwar das Arbeiten von zu Hause aus, ist jedoch nicht mit der dauerhaften und vertraglich geregelten Telearbeit gleichzusetzen: Gerade aufgrund der Corona-Pandemie handelte die Arbeitswelt flexibel, sodass die Arbeit kurzfristig ins Homeoffice ausgelagert wurde. Aus diesem Grund ist das Homeoffice laut der neuen Sars-Cov-2-Arbeitsschutzregel eine Form des mobilen Arbeitens. Sie ermöglicht es Beschäftigten, zeitweilig im Privatbereich unter Nutzung von Notebooks, Datenträgern oder Ähnlichem zu arbeiten.

Was sagt der Arbeitsschutz?

Ganz ohne Arbeitsschutz funktioniert kein Modell. Elke Schwirz, Geschäftsführerin der Protekto erklärt: „Die Gefährdungsbeurteilung und die Unterweisung der Arbeitnehmenden nach dem Arbeitsschutzgesetz, gelten auch beim mobilen Arbeiten. Wir raten deshalb, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über alle Regelungen hinsichtlich der Sicherheit und des Arbeitsschutzes mündlich sowie schriftlich aufzuklären. Darüber hinaus sollten Unternehmen sich schriftlich bestätigen lassen, dass die Informationen gelesen und verstanden wurden.“ Laut Arbeitsschutzgesetz haben Arbeitnehmende eine Mitwirkungspflicht für die eigene Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz: Die Verantwortung liegt nicht nur beim Unternehmen. Aufgrund der unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen lohnt es sich im Zweifel Rat bei Expertinnen und Experten einzuholen.

Protekto

Telearbeit oder mobiles Arbeiten? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt auch von dem Unternehmen und den jeweiligen Umsetzungsmöglichkeiten ab. Die Arbeitsschutz-Profis der Protekto helfen Ihnen gerne bei der Entscheidung und beantworten Ihre Fragen. Sprechen Sie uns einfach an!

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