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So können sich Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung vor Schadstoffen schützen

10. Aug 2020 | Betriebsarzt erklärt

Rund 1,3 Millionen Freiwillige Feuerwehrleute sind in ganz Deutschland im Einsatz. Sie sind da, wenn die Gesundheit anderer Menschen gefährdet ist. Dabei bringen sie sich selbst oft in Gefahr. Der Rauch, der bei einem Feuer entsteht, enthält krebserregende Stoffe und auch andere Schadstoffe können bei einem Löscheinsatz für die Feuerwehrleute gefährlich werden. Deshalb ist es besonders für sie wichtig, die Gefahren zu kennen und sich ausreichend zu schützen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, kurz DGUV, warnt in ihrer Pressemitteilung „Wo Ruß ist, sind Schadstoffe“ davor, dass sich viele Feuerwehrleute dieser Risiken nicht bewusst sind. „Nachdem der Brand gelöscht ist, setzen sie sich in ihren verqualmten Schutzanzügen in das Einsatzfahrzeug, nehmen mit rußverschmiertem Gesicht schnell einen Schluck aus der Wasserflasche und legen verschmutzte Ausrüstung in den Wagen“ heißt es in der Pressemitteilung. Ein Kurzfilm und eine neue Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen jetzt, wie sich die freiwilligen Feuerwehrleute nach einem Brandeinsatz besser schützen können.

Schutz vor Schadstoffen: Hygiene ist das A und O

Die DGUV empfiehlt, zumindest das grobe Reinigen der Schutzausrüstungen noch am Brandort. Die Kleidung und auch die Ausrüstung sollten dann in einem luftdicht verpackten Behältnis möglichst separat transportiert werden. Denn die Schadstoffe können nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut in den Körper gelangen. “Bereits mit so einfachen Mitteln wie partikelfiltrierenden Halbmasken, Einweghandschuhen, Wasser und Müllsäcken lässt sich viel verbessern”, wird Tim Pelzl zitiert. Er ist selbst Kommandant einer Freiwilligen Feuerwehr und Leiter des Fachbereichs “Feuerwehren, Hilfeleistungen und Brandschutz” der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Auch in anderen Branchen relevant

Ein grundlegendes Hygienemanagement hat in jeder Branche seine Daseinsberechtigung. So sind zum Beispiel Arbeitnehmende der Lebensmittelindustrie zwar keinen direkten Schadstoffen ausgesetzt wie Feuerwehrleute, auf Hygiene sollte aber dennoch bewusst geachtet werden. Denn eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten kann so verhindert werden. Dass dies kein unrealistisches Szenario ist beweist die anhaltende Corona-Pandemie. Deshalb existieren eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen, die das betriebliche Hygienemanagement regeln. So zum Beispiel das Infektionsschutzgesetz.

Haben Sie Fragen zum Thema Hygienemanagement? Wenden Sie sich an unsere Expertinnen und Experten. Sie helfen Ihnen gerne weiter.

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