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Risikofaktor Alkohol

21. Sep 2018 | Arbeitssicherheit, Betriebsarzt erklärt

Studien belegen, dass durchschnittlich 5 bis 10 Prozent aller Mitarbeitenden eines Unternehmens Alkoholprobleme haben. 11 Prozent aller Beschäftigten trinken täglich Alkohol am Arbeitsplatz, 41 Prozent immerhin gelegentlich. Mit gefährlichen Folgen: Alkoholkranke haben höhere Fehlzeiten und sind 3,5‑mal so häufig in Arbeitsunfälle verwickelt. Ihre Arbeitsleistung ist gegenüber der ihrer Kollegen vermindert. Denn: Kritikfähigkeit und Reaktionsvermögen sinken. Dadurch kommt es vermehrt zu

  • Fehlentscheidungen,
  • späten Reaktionen und
  • Stürzen.

Besonders gefährlich ist dies, wenn die betroffenen Personen Fahrzeuge oder andere Maschinen lenken.

Verantwortungsvoller Umgang ist Pflicht

Insofern ist klar: Alkohol ist keine Privatangelegenheit. Überhöhter Konsum schädigt auch das Unternehmen. Es ist also im unternehmerischen Interesse, sich einzumischen und präventiv auf die Mitarbeitenden einzuwirken.
Zwar gibt es kein generelles Verbot von Alkohol am Arbeitsplatz, aber Arbeitgeber haben die Pflicht, die Befähigung ihrer Mitarbeitenden bei der Verteilung der Aufgaben zu berücksichtigen. Wenn also bekannt ist, dass ein Alkoholproblem besteht, darf der betroffene Mitarbeiter für bestimmte Aufgaben nicht eingesetzt werden. Dies geht aus der Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor. Unternehmer dürfen Personen, die erkennbar unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, nicht mit Arbeiten betrauen, die sie selbst oder andere gefährden könnten. Im Verdachtsfall ist der Mitarbeiter freizustellen.
Darüber hinaus können sowohl die Vorgesetzten als auch Kolleginnen und Kollegen einiges tun, um auf gefährdete Personen einzuwirken:

  • wachsam beobachten
  • Kollegen und Freunde auf Veränderungen ansprechen
  • Arbeitspausen nutzen, um ins Gespräch zu kommen
  • Dienstreisen auch nutzen, um allgemeine Probleme zu diskutieren
  • außenstehende Mitarbeitende einbinden
  • den Mut zu haben, Vertrauenspersonen einzubeziehen

Professionelle Hilfe gibt es unter anderem bei Ärztinnen und Ärzten, Beratungsstellen, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen und Kulturvereinen.
Die WENZA EWIV schult Arbeitgeber sowie Mitarbeitende im Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz. Sprechen Sie uns bei Interesse darauf an!
 

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