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Leitern und die TRBS 2121–2: Das müssen Sie bei der Nutzung von Leitern beachten!

25. Nov 2020 | Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft rät

In vielen Branchen gehört das Nutzen von Leitern und Tritten zum Arbeitsalltag dazu. Da es immer wieder zu Unfällen in Verbindung mit der Arbeit auf Leitern kommt, regelt der Gesetzgeber mit konkreten Vorgaben, wie sich Unfälle vermeiden lassen. So geben die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) 2121–2 vor, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Beschäftigten bei Tätigkeiten im Gefahrenbereich zu schützen. Die TRBS 2121–2 wurden 2019 aktualisiert und haben zur Folge, dass das Arbeiten auf Leitern zwar weiterhin erlaubt ist, allerdings ist der Rahmen stark begrenzt.

TRBS 2121–2: Irrtum Sprossen-Verbot! 

Vor dem Einsatz von Leitern sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber immer prüfen, ob sicherere Arbeitsmittel wie Gerüste oder Hubarbeitsbühnen zur Verfügung stehen. Ist dies nicht der Fall, können Leitern unter Berücksichtigung der TRBS 2121–2 genutzt werden. Die Regeln geben u.a. vor, dass Plattformleitern anderen Leitern vorzuziehen sind, da sie den besten Stand gewährleisten.

Irrtümlich heißt es oft, dass Sprossenleitern nicht mehr zugelassen sind. „Das ist nicht ganz richtig“, weiß Elke Schwirz, Geschäftsführerin der Protekto.“Die TRBS 2121–2 fordern seit der Neuerung 2019 zwar explizit Stufen statt Sprossen, allerdings gibt es auch für Sprossenleitern Möglichkeiten, weiterhin genutzt zu werden. Zum Beispiel durch Einhänge-Plattformen und Einhänge-Trittpodeste. Diese Art Nachrüstung ist aber nicht bei allen Leitern möglich.“ Sprossenleitern sind als Zugang zu hochgelegenen Stellen, also als „Verkehrsweg“, auch weiterhin uneingeschränkt zulässig, wenn der Höhenunterschied nicht mehr als 5 Meter beträgt, in Ausnahmefällen auch mehr als 5 Meter.

Weitere Vorgaben an die Nutzung von Leitern durch die TRBS 2121–2

Die Technischen Regeln für Betriebssicherheit 2121 geben viele Vorgaben zu den Einsatzzeiten und den Einsatzhöhen von Leitern. Sie besagen u.a.:

  • Leitern als Zu- oder Abgang dürfen nur noch einen Höhenunterschied von 5 Metern überwinden,
  • Arbeiten, die länger als zwei Stunden gehen, können nur in einer Höhe von 2 Metern durchgeführt werden
  • Arbeiten, die in über zwei und bis fünf Metern Höhe stattfinden, dürfen nur zwei Stunden dauern,
  • Beschäftigte müssen immer die Möglichkeit haben, mit beiden Füßen auf einer Stufe und/oder Plattform zu stehen.

Keine Nutzung von Leitern ohne Gefährdungsbeurteilung

Nach wie vor müssen Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt werden und dokumentieren, dass die genutzten Leitern das geeignetste Arbeitsmittel sind. Außerdem müssen alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um die möglichen Gefährdungen für den Arbeitnehmenden zu beseitigen.

Sollten Sie Fragen zu dem Thema haben, melden Sie sich gerne bei den Arbeitsschutz-Profis der Protekto. Sie können u.a.

  • die organisatorische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung,
  • die Kontrolle der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen,
  • die zu erbringenden Nachweise für Aufsichtsbehörden

sowie mögliche Überarbeitungen für Sie übernehmen. Kontaktieren Sie uns gerne.

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