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Infektionsrisiken bei Beschäftigen im Lebensmitteleinzelhandel

16. Nov 2020 | Betriebsarzt erklärt

Viele Beschäftigte sind mit dem Lockdown wieder ins Homeoffice oder zum mobilen Arbeiten zurückgekehrt. Doch nicht in allen Berufsfeldern ist das möglich. Knapp 780.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Lebensmitteleinzelhandel stehen auch in den kommenden Wochen in den Geschäften, um die Bevölkerung zu versorgen. Dabei können auch Kurzzeitkontakte Infektionsrisiken für die Beschäftigten bedeuten. Das zeigt unter anderem die „Risikoschätzung zur Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV‑2 bei Beschäftigten im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren” der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, kurz BAuA.

Infektionsrisiken im Lebensmitteleinzelhandel erkennen, Maßnahmen ergreifen

Mund-Nase-Bedeckungen und organisatorische sowie technische Abstandsregelungen sind einige der Maßnahmen, die Beschäftigte auch im Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich schützen und das Infektionsrisiko senken können. Besonders beim Bezahlvorgang an der Kasse besteht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Drogerien und Supermärkten Kundenkontakt. Das Infektionsrisiko hängt dabei vor allem vom Anteil der infizierten Personen unter den Kundinnen und Kunden ab. Auch die Anzahl der Kundenkontakte und deren Dauer spielt eine große Rolle.

„So haben Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel pro Arbeitstag durchschnittlich 84 Kundenkontakte und im Soft-Discounter 131, die durchschnittlich jeweils zwei Minuten dauern. Unter diesen Bedingungen kommt es selbst bei Erkrankungshäufigkeiten, die bei COVID-19-Ausbrüchen gemessen wurden, nicht unweigerlich zu Hochrisikokontakten von mindestens 15 Minuten Dauer“, heißt es in einer Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Umso wichtiger sei es, die verfügbaren Schutzmaßnahmen umzusetzen: Dazu gehören im Einzelhandel:

  • Abstandsregelungen
  • Mund-Nasen-Bedeckungen
  • verbesserte Luft- und Oberflächenhygiene
  • Beschränkungen der Anzahl an Kundinnen und Kunden im Geschäft
  • Schutzschilder im Kassenbereich

Auch im Lebensmitteleinzelhandel: Gefährdungsbeurteilungen erstellen

Gerade in Zeiten von Corona sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit Ihrer Belegschaft zu erhalten und damit einen reibungslosen Geschäftsverlauf gewährleisten zu können. Helfen können dabei eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung und die Ableitung der daraus resultierenden Maßnahmen. Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element des betrieblichen Arbeitsschutzes. Die Erstellung ist zeitlich aufwendig, weshalb es sich gerade für kleine und mittelständische Betriebe empfiehlt, diese an externe Dienstleister wie die Protekto auszulagern.

Die Fachkräfte der Protekto können unter anderem

  • die organisatorische Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung,
  • die Kontrolle der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen

und die Nachweise für Aufsichtsbehörden übernehmen.

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