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Gefährdungen durch Lärm am Arbeitsplatz

3. Mai 2019 | Arbeitssicherheit, Betriebsarzt erklärt

Lärm gehört zu den häufigsten Gefährdungen am Arbeitsplatz. In Deutschland sind circa fünf Millionen Arbeitnehmende gehörgefährdendem Lärm ausgesetzt, schreibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf ihrer Website. „Langfristig können Mitarbeitende durch Lärm ernsthaft erkranken. Nicht nur das Gehör wird angegriffen, auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind typische Folgen“, sagt Kent Schwirz, Geschäftsführer der WENZA EWIV. „Arbeitgeberinnen und Arbeitsgeber sollten darauf achten, ihre Mitarbeitenden ausreichend zu schützen. So können Arbeitsausfälle und damit letztlich auch betriebswirtschaftliche Konsequenzen vermieden werden.“

Rechtliche Anforderungen

Die WENZA EWIV unterstützt Unternehmen bei der betrieblichen Prävention – auch das Thema Lärm spielt eine große Rolle. „Es gibt etliche rechtliche Vorgaben, die sich auf Lärm am Arbeitsplatz beziehen“, weiß Kent Schwirz. Die wichtigsten Vorgaben befinden sich in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV – Verordnung über Arbeitsstätten) und der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV). Sie geben u.a. die Höhe der zulässigen Geräuschbelastungen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen vor. „Wir helfen unseren Kunden diese Vorgaben und Schutzmaßnahmen umzusetzen.“ Dazu gehört im ersten Schritt die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung. Sie bildet die Basis des betrieblichen Gesundheitsmanagements und ist für jeden Arbeitsplatz gesetzlich vorgeschrieben. „Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung können wir feststellen, ob und wie stark, die Beschäftigten Lärm ausgesetzt sind und leiten daraus individuell entsprechende Maßnahmen ab.“ Je nach Lärmpegel können Arbeitgeber dazu verpflichtet sein, regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen. Auch dabei unterstützt die WENZA EWIV.

Lärm ist nicht gleich Lärm

Säge, Bohrer, Hammer – nicht nur für Arbeitnehmende, die mit Maschinen arbeiten, kann Lärm zur gesundheitlichen Bedrohung werden. Auch vermeintlich leise Geräusche wie Gespräche oder das Klingeln von Telefonen können langfristig schädlich sein. Das bestätigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des TÜV Rheinland. „Damit Lärm störend wirkt, muss er nicht übermäßig laut sein. Bei hoch konzentrierten Tätigkeiten wie dem Lektorieren eines Textes oder Programmieraufgaben wird schon ein normales Gespräch als störend empfunden. Dabei nehmen die Betroffenen die Beeinträchtigung oftmals gar nicht bewusst wahr. Auf Dauer fühlen sie sich jedoch gestresst“, sagt Dr. Wiete Schramm, Fachgebietsleiterin Arbeitsmedizin bei TÜV Rheinland.

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