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Das richtige Raumklima während der Heizperiode

8. Dez 2017 | Arbeitssicherheit, Betriebsarzt erklärt

Das Raumklima am Arbeitsplatz wird maßgeblich bestimmt durch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Wenn es am Arbeitsplatz zu heiß oder zu kalt ist, die Sonne blendet, es zieht oder die Luftfeuchtigkeit stark ansteigt, ist das nicht nur unangenehm: Ein schlechtes Raumklima kann sich auch negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Mögliche Folgen sind:

  • Erkältungskrankheiten
  • Bindehautentzündungen
  • trockene Schleimhäute
  • Übelkeit und Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen und Müdigkeit

Deshalb sind klimatische Faktoren auch Bestandteil der obligatorischen Gefährdungsbeurteilungen. Für ein gesundes Raumklima im Winter gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wichtige Tipps:

1. Temperatur von 20 bis 24 Grad Celsius

Die Arbeitsstättenregeln schreiben eine Mindesttemperatur von 20 Grad Celsius für leichte Tätigkeiten im Sitzen vor. Aber: „Behaglichkeit ist eine individuelle Empfindung“, sagt Dr. Kersten Bux von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. „Deshalb ist während der Heizperiode im Büro eine Temperatur zwischen 20 und 24 Grad empfehlenswert.“ Wärmer als 26 Grad sollte es aber nicht werden, denn „mit steigender Temperatur fühlen sich die Menschen weniger erholt und ihre Anstrengungsbereitschaft geht zurück.“

2. Streit lässt sich kaum vermeiden

Das Risiko eines Streits um die richtige Temperatur im gemeinsam genutzten Büro liegt statistisch bei 1 zu 20. Denn: „Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa fünf Prozent der Befragten unzufrieden in Bezug auf die Behaglichkeit sind, obwohl die Raumtemperatur optimal eingestellt wurde“, erklärt Kersten Bux. Bevor jedoch der Kampf ums Thermostat einsetzt, kann die passende Bekleidung für die eigene Wohlfühltemperatur sorgen.

3. Auch im Winter: lüften!

Angst vor hereinbrechender Kälte darf das Lüften nicht einschränken. Für normale Büroräume reicht ein dreiminütiges Stoßlüften pro Stunde. Während dieser Zeit wird zwar die Luft ausgetauscht, die Wände kühlen jedoch nicht aus. Zugluft sollte dabei vermieden werden. „Am besten verlegt man das Stoßlüften in die Pausen“, regt Kersten Bux an.

4. Schutz vor Trockenheit

Kalte Luft ist trockene Luft. Deshalb benötigt die Haut im Winter besondere Pflege. Fettreiche Cremes für Hände und Gesicht beugen der Austrocknung vor und verhindern ein Brennen und Jucken der Haut. Ebenso sollte ausreichend getrunken werden. Hierfür reicht normalerweise eine Flüssigkeitsmenge von etwa zwei Litern pro Tag. Neueste Erkenntnisse gehen aber davon aus, dass diese Menge von Mensch zu Mensch variieren kann. Insofern ist das subjektive Durstgefühl maßgeblich, solange dieses nicht durch Alter oder Krankheit gestört ist.
Für weitere Fragen zum Thema stehen Ihnen die Experten der WENZA EWIV gern zur Verfügung.

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