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Covid 19: Der bundesweite SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard in Konkurrenz zu Regelungen in Ländern und Landkreisen

13. Jul 2020 | Betriebsarzt erklärt

Für den Schutz von Arbeitnehmenden vor Covid 19 gilt seit April 2020 der SARS-COV2-Arbeitsschutzstandard. Betrieblicher Gesundheitsschutz hat in Zeiten der Pandemie oberste Priorität. Der neue Arbeitsschutzstandard formuliert klare Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Coronakrise. Die dort aufgeführten Regelungen gelten noch immer, allerdings warnen Institutionen wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) davor, dass die Lockerungen im privaten Umfeld mit der Umsetzung des SARS-COV2-Arbeitsschutzstandards korrelieren.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard: die Inhalte

Die Fürsorgepflicht der Arbeitgeber beinhaltet auch den Schutz vor einer Covid 19-Infektion. Das Bundesarbeitsministerium hat in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden sowie mit den Arbeitsschutzverwaltungen der Länder Arbeitsschutzstandards für den Umgang mit der Coronakrise erarbeitet. Diese fordern ein betriebliches Maßnahmenkonzept für den Infektionsschutz innerhalb von Betrieben. Darunter fällt auch eine konkrete Arbeitsplatzgestaltung. Die Arbeitsplätze sind

  • so zu platzieren, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern gegeben ist,
  • wenn möglich, mit Schutzwänden voneinander getrennt.

Wichtige Inhalte sind zudem zusätzliche Hygienemaßnahmen wie die Zurverfügungstellung von Desinfektionsspendern und kurze Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räumlichkeiten. Risikogruppen sollten besonders geschützt werden und weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Eine individuelle Beratung durch den Betriebsarzt kann zudem sinnvoll sen.

Lockerungen in den Ländern – und jetzt?

“Die Bundesländer haben in den vergangenen Wochen Maßnahmen, die die Infektionsgefahr eindämmen, schrittweise zurückgenommen. Wie diese Lockerungen im Einzelnen aussehen, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die gesetzliche Unfallversicherung blickt mit zunehmender Sorge auf diese Entwicklung. Voneinander abweichende Regelungen gefährden die Akzeptanz in Betrieben und Einrichtungen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in der Bildung. Wenn zum Beispiel in der branchenspezifischen Umsetzung des bundeseinheitlichen Arbeitsschutzstandards für Frisöre die Reinigung mit Haushaltsreiniger empfohlen wird, ein örtliches Gesundheitsamt aber auf einem Desinfektionsreiniger besteht, dann sorgt das für Verunsicherung und Ärger“, sagt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Die Unfallversicherungsträger haben aus diesem Grund zusammen mit den betroffenen Branchen Konkretisierungen und Handlungshilfen zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard entwickelt. Diese sollen den Betrieben und Einrichtungen bei der Arbeit unter Bedingungen der Pandemie helfen. Diese neue technische Regel soll den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard konkretisieren. Sie wird zudem auf die branchenspezifischen Konkretisierungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der gesetzlichen Unfallversicherungsträger verweisen. „Die voraussichtlich demnächst veröffentlichte Technische Regel zur grundsätzlichen Konkretisierung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Technische Regel sollte dann schnell evaluiert werden, um auf neue Erkenntnisse und sich ändernde Rahmenbedingungen eingehen zu können“, so Dr. Stefan Hussy.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, melden Sie sich gerne jederzeit bei den Expertinnen und Experten der WENZA EWIV.

 

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