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100.000 Beschäftigte arbeiten noch heute mit dem Risiko, Asbest ausgesetzt zu sein

12. Aug 2020 | Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft rät

Zahlen, die erschrecken: Jährlich sterben etwa 1.500 Menschen an den Folgen einer Berufskrankheit durch Asbest. Und dass trotz eines umfassenden Verbots im Jahre 1993. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, kurz BAuA, veröffentlicht jetzt eine zweite aktualisierte Auflage des Nationalen Asbest Profils für Deutschland und spricht darin von 100.000 Beschäftigten, die noch heute mit dem Risiko arbeiten, Asbest ausgesetzt zu sein! Zwischen 2001 und 2016 fielen laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 6,3 Tonnen asbesthaltiger Abfall an.

Asbest? Was ist das eigentlich?

Asbest ist eine Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende, faserartige Minerale. Der Naturstoff ist chemisch beständig, unempfindlich gegen Hitze und nicht brennbar. Er lässt sich aufgrund seiner Bindefähigkeit mit anderen Materialien leicht zu Produkten verarbeiten. Deshalb wurde der Stoff seit 1930 gerne und viel eingesetzt – vornehmlich im Baubereich.

Wieso ist Asbest so gefährlich?

Asbest ist eindeutig krebserregend. Durch die Eigenschaft, sich in feine Fasern zu zerteilen, können die Stoffe leicht eingeatmet werden. Sie bleiben in der Lunge haften. Im Jahr 2017 verstarben laut nationalem Asbest Profil der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin rund 1.600 Berufserkrankte, weil sie asbesthaltigen Stäuben ausgesetzt waren. Insgesamt starben zwischen 1990 und 2017 über 34.000 Menschen an den Folgen des Minerals. Die Kosten für die medizinische Versorgung und Rentenzahlung für Asbesterkrankte und deren Angehörige lagen in den Jahren 1990 bis 2016 bei etwa 8,3 Milliarden Euro, heißt es in der BAuA-Pressemitteilung „Zahlen und Fakten zur gefährlichen Altlast Asbest – Nationales Asbest Profil für Deutschland aktualisiert“.

Altlast Asbest – Wie ist die Lage heute?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht davon aus, dass immer noch über 37 Millionen Tonnen asbesthaltiges Material in Deutschland in Form von Asbestzement verbaut sind. Von rund 100.000 Beschäftigten ist bekannt, dass sie potenziell bei ihrer Arbeit im Bauhandwerk oder bei der Abfallentsorgung mit Asbest in Berührung kommen können. Das Profil der BAuA geht deshalb auch besonders auf die aktuellen Regelungen zum Schutz der Beschäftigten ein, die arbeitsbedingt mit Asbest in Berührung kommen.

Hier geht es zum Profil.

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